Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit, sowie ein gutes Neues Jahr 2017!

| 19. Dezember 2016

Nach einem turbulenten Jahr ist es uns in diesem Jahr besonders wichtig, Sie über den aktuellen Stand der Dinge bei OIKOS zu informieren.

Die Auseinandersetzung über die Streichung der Zuschüsse seitens der DG nach 27-jähriger Tätigkeit hat in der Öffentlichkeit für viel Wirbel gesorgt.  Leider war die Berichterstattung der Medien in unseren Augen unvollständig und sehr unbefriedigend und es bleibt schlussendlich bei vielen Beteiligten Unverständnis und persönliche Verletzung zurück.

Trotzdem möchten wir es nicht versäumen, uns auf diesem Weg für die große Solidarität vieler Bürgerinnen und Bürger zu bedanken.

Wo stehen wir heute?

Alle Arbeitsbereiche in Verbindung mit der DG sind/werden sukzessive bis zum 30.06.2017 beendet.

Dem gesamten Personal wurde gekündigt, d.h. 4 Mitarbeiter werden oikos zum 31.12.2016, weitere 3 Mitarbeiter zum 30.06.2017, verlassen. Wir konnten erreichen, dass zumindest die Kündigungsentschädigungen durch die DG getragen werden.

Am 30.06.2017 endet die Zusammenarbeit mit der DG.

Was ist uns wichtig?

oikos hat neue Freunde gefunden und den Verwaltungsrat erweitert.

Unser zentraler Leitgedanke ist, Menschen, die durch das soziale Netz fallen und in diesem Zusammenhang besonders „junge Erwachsene“ zu begleiten und zu unterstützen. Wir möchten uns um Personen kümmern, die noch nicht in festen Strukturen erfasst sind.

Mit dieser Herausforderung möchten wir das Jahr 2017 neu beginnen.

Welche Aufgaben übernehmen wir nicht mehr?

Folgende Arbeitsbereiche gehen in die Verantwortung der DG über und werden nicht durch oikos weiter geführt:

  • Ambulante Familien- und Jugendbegleitung im Norden und Süden der DG.
  • Begleitung jugendlicher Straftäter in den Jugendgefängnissen und geschlossenen Einrichtungen.
  • Sprachkurse für ausländische Mitbürger.
Wie sieht unsere zukünftige Arbeit konkret aus?
Haus Jordan

Das Haus ist voll belegt. Solange der Bedarf und die Nachfrage vorhanden sind, werden wir weiterhin ein offenes Haus sein.

Wohnraum

Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist weiterhin groß. Wir werden zukünftig weiter unsere eigenen und angemieteten Wohnräume (19 Wohnungen) zur Verfügung stellen und eine niederschwellige Begleitung der Mieter in diesen Wohnungen anbieten. Dies geschieht in Zusammenarbeit und Absprache mit anderen Diensten.

Wir bleiben weiterhin aktiv in Arbeitsgruppen und Bürgerinitiativen zur Integration.

Haus Schilsweg 58

(Haupteingang verlegt nach hinten, d.h. neue Adresse ist: Bellmerin 1C, Eupen)

Die steigende Nachfrage und der Bedarf an Begleitung junger Erwachsener zwischen 18 und 26 Jahren hat uns in den letzten Jahren dazu veranlasst, das Gebäude auf diese Zielgruppe hin komplett zu sanieren. Hier entstehen eine Wohngemeinschaft für 3 Personen, sowie 4 Wohnungen für jeweils 1-2 Personen. Für die Betreuung haben wir ein sozialpädagogisches Konzept mit einem Stellenumfang von 1,5 Sozialarbeiter/innen ausgearbeitet.

Seit 1989 hat diese Zielgruppe für uns einen besonderen Stellenwert. Seitens der öffentlichen Hand und der Sozialämter gibt es für diesen Personenkreis bisher keine ausreichende Unterstützung. Wir werden dieses Angebot weiterhin mit bescheidenen Mitteln (Spenden) so lange aufrecht erhalten, bis auch dieser Bereich in die Verantwortung der DG ausreichend eingebunden und finanziert wird.

Wir möchten dieses Projekt nach Beendigung der Bauarbeiten im Januar oder Februar 2017, vorerst auf Grundlage einer 0,75 Stelle, starten.

Unterstützen Sie uns

Damit wir auch weiterhin für die Belange der oben genannten Zielgruppe da sein können, brauchen wir jedoch Ihre Unterstützung.

Helfen Sie uns mit Ihrer Spende, diesen Personen eine würdige Zukunft zu ermöglichen. Jeder Betrag ist willkommen (Beträge ab 40,00 € sind steuerlich absetzbar).

Vielen Dank im Voraus für Ihre wertvolle Unterstützung.

 

Wir wünschen Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit, sowie ein gutes Neues Jahr 2017.

Mit freundlichen Grüßen,
der Verwaltungsrat

 

Mitteilung

| 26. Mai 2016

In einem persönlichen Gespräch mit Minister Antoniadis zeichnete sich ab, dass die Regierung bereit ist, die Abwicklung von OIKOS sozial verträglich zu gestalten, die Schließung jedoch nicht rückgängig machen möchte.

Die Entscheidung zur Schließung nehmen wir zur Kenntnis, lehnen dies aber weiterhin aus innerster Überzeugung ab. Wir möchten daher in einen konstruktiven Dialog mit dem Ministerium treten, um über Möglichkeiten der Fortsetzung der sozialen Arbeit von OIKOS zu verhandeln. Hier stehen wir ebenfalls in der Pflicht, der großen öffentlichen Solidarität, die uns in diesen Tagen zuteilwird, gerecht zu werden.

Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Wirtschaftsprüfung keinerlei Anlass gibt, an einer sachgerechten Verwendung der Mittel zu zweifeln. Die Vorbehalte, die seitens Regierung formuliert worden sind, schließen eine Zweckentfremdung der Mittel zu privaten Zwecken aus. Diese hat es zu keinem Zeitpunkt des Bestehens von OIKOS gegeben.

Nach Aussage der Regierung entspricht die Arbeit von OIKOS nicht mehr den heutigen Standards der Sozialarbeit. Dies stellen wir weiterhin in Frage und glauben, durch unsere Arbeit einen wichtigen und ergänzenden Beitrag in der erweiterten Jugendhilfe zu leisten.

Es liegt nicht in unserer Hand, politische Entscheidungen zu treffen - unser Beitrag sind 25 Jahre soziales Engagement, das wir nach bestem Wissen und Gewissen ausgeführt haben. Wir hoffen, dass die Parlamentarier bei Ihrer Entscheidung demselben Grundsatz folgen.

 

Die Verantwortlichen der OIKOS V.o.G.